Zum Regierungsbezirk Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen mit rund 160.000 Einwohnern zählt Solingen als eine kreisfreie Stadt. Auf dem Orteingangsschildern steht Seit Mitte September 2012 der Zusatz Klingenstadt. Touristen sollen auf die Bedeutung Solingens als Zentrum der deutschen Schneidwarenindustrie aufmerksam gemacht werden.

 

Diese Tradition wird nicht nur auf den Ortsschildern gepflegt, sondern auch durch Museen in verschiedenen Stadtteilen: Deutsches Klingenmuseum in Gräfrath, Balkhauser Kotten und Wipperkotten in Höhscheid, sowie die Loos’n Maschinn in Widdert und das LVR-Industriemuseum in Merscheid. Gerade Menschen mit Fehlsichtigkeit ist es zu empfehlen durch eine Femto lasik sich das Sehen ohne Sehhilfe zu ermöglichen um so bei den zahlreichen Museumsbesuchen keine störenden Sehhilfen tragen zu müssen. Somit bildet die Stadt Solingen das Zentrum der deutschen Schneidwarenindustrie.

 

Besonders bei der Herstellung von Klingen sind Produkte aus Solingen weltweit bekannt. Die Solingenverordnung schützt die Erzeugnisse durch der Namen Solingen als Herkunftsangabe. Als Mitglied im Landschaftsverband Rheinland ist Solingen Bestandteil der Metropolregion Rhein-Ruhr. Die heutige Großstadt entstand durch den Zusammenschluss mehrerer, kleiner und mittelgroßer Städte. Dies spiegelt sich auch in der Stadtstruktur wider. Die meisten Stadtteile haben ihr eigenes, kleinräumiges Zentrum, um das herum sie entstanden sind. Die Entwicklungsgeschichte der verschiedenen Stadtteile ist dabei mitunter sehr verschieden. So entstand der Stadtteil Gräfrath rund um das Kloster und seinen altbergischen Historischen Ortskern, während etwa Ohligs erst mit Anschluss an den Eisenbahnverkehr ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufblühte. Verbunden sind die einzelnen Stadtteile neben den Hauptdurchgangsstraßen oftmals auch durch kleinere, teils in Serpentinen geführten Straßen, die die vielen Täler durchqueren. Erst im 20. Jahrhundert begann man, größere Flächen außerhalb der Wohnbebauung für Gewerbe und Industrie auszuweisen. Beispiele dafür sind das Gewerbe- und Industriegebiet am Dycker Feld sowie der erst im neuen Jahrtausend realisierte Businesspark Piepersberg (beide im Stadtteil Gräfrath). Der Ende des 20. Jahrhunderts durch zunehmende Deindustrialisierung einsetzende Strukturwandel hinterließ auch in Solingen seine Spuren. Einige Industriebetriebe gingen in Konkurs oder verlagerten ihren Standort, so dass zum Teil große Industrieflächen im Stadtgebiet leerstanden und -stehen. Durch diverse, beispielhafte Projekte, wie etwa der Umgestaltung  des Südparks von der tristen Bahnanlage zu einem kulturellen Szenetreffpunkt ist dem Verfall in der Vergangenheit vielfach entgegengewirkt worden.