Hyperopie, auch Weitsichtigkeit genannt, ist ein Zustand des Auges, in dem das Licht statt auf die Netzhaut hinter die Netzhaut fokussiert wird. Dies führt dazu, dass nahe Objekte verschwommen erscheinen, während entfernte Objekte normal erscheinen können. Wenn sich der Zustand verschlechtert, können Objekte in allen Entfernungen verschwommen sein. Andere Symptome können zum Beispiel Kopfschmerzen sein.

Oft tritt es auf, wenn der Augapfel zu kurz ist oder die Linse oder Hornhaut verformt ist. Risikofaktoren sind eine Familiengeschichte der Erkrankung, Diabetes, bestimmte Medikamente und Tumoren rund um das Auge. Es ist eine Art von Brechungsfehler. Die Diagnose basiert auf einer Augenuntersuchung.

Eine Hyperopie kann mit Brillen, Kontaktlinsen oder Chirurgie korrigiert werden. Die Behandlung mit einer Brille ist am einfachsten, während Kontaktlinsen ein größeres Sichtfeld bieten können. Die Operation funktioniert, indem man die Form der Hornhaut verändert, zum Beispiel per Augenlaser. Da gibt es verschiedene Methoden, die Lasik, Lasek/PRK oder die Femtolasik. Alternativ kann man auch einen refraktiven Linsenaustausch vornehmen lassen. Dabei wird die natürliche Augenlinse durch eine künstliche Intraokularlinse ersetzt.

Weitsichtigkeit betrifft vor allem junge Kinder mit einer Rate von 8% ab einem Alter von 6 Jahren und 1% ab einem Alter von 15 Jahren. Es wird dann wieder häufiger nach dem Alter von 40 Jahren und betrifft etwa die Hälfte der Menschen.

Die Anzeichen und Symptome von Weitsichtigkeit sind eine verschwommene Sicht, auftretende Kopfschmerzen durch eine Überlastung der Augen. Das üblichste Symptom ist die Belastung der Augen, denn der Weitsichtige benötigt eine Konvexlinse, also eine Brillenglas mit einem Pluswert. Diesen Pluswert kann unser Auge durch Anstrengung sich selber erarbeiten, was auf Dauer aber zu Überanstrengung führt. Schwierigkeiten beim Sehen mit beiden Augen (binokulares Sehen) können ebenso auftreten wie Schwierigkeiten bei der Tiefenwahrnehmung.

Eine Weitsichtigkeit ist oft von Geburt an vorhanden, aber Kinder haben eine sehr flexible Augenlinse, die hilft, diese zu kompensieren. In seltenen Fällen kann Hyperopie durch Diabetes und Probleme mit den Blutgefäßen in der Netzhaut verursacht werden.

In schweren Fällen von Weitsichtigkeit von Geburt an hat das Gehirn Schwierigkeiten, die Bilder zu vereinigen, die jedes einzelne Auge sieht. Dies liegt daran, dass die Bilder, die das Gehirn von jedem Auge erhält, immer unscharf sind. Ein Kind mit schwerer Hyperopie kann Objekte niemals im Detail sehen. Das Gehirn lernt also niemals, Objekte im Detail zu sehen. Daraus folgt oft, dass ein Auge dominant wird, also es wird überwiegend zum Sehen nur das eine Auge verwendet. Die Impulse des nicht dominanten Auges werden blockiert. Im Gegensatz dazu kann das Kind mit einer Myopie, einer Kurzsichtigkeit, Objekte in der Nähe des Auges im Detail sehen und lernt somit schon früh, Details erkennen zu können.

Hyperopie wird typischerweise nach ihrem klinischen Erscheinungsbild, ihrer Schwere oder ihrer Beziehung zum akkommodativen Status des Auges klassifiziert.

Die einfachste Form der Behandlung von Weitsichtigkeit ist die Verwendung von Brillen oder Kontaktlinsen. Brillen zur Korrektur der Weitsichtigkeit haben konvexe Linsen.